Doppelzepp (Variante bei DH5MK)

Antenne:
Auf Basis der originalen DoppelZepp Antenne (siehe Rothammel), habe ich bei mir 2 x 16m, in einem Winkel von ca.120Grad, in einer Höhe von 8-10m aufgehängt. Das war so aufgrund der Platzverhältnisse am einfachsten zu realisieren. Ein Bein der Antenne geht quer durch ein Ahorn, was vermutlich die Symetrie stören wird, praktisch aber nie Auswirkungen gehabt hat. Bei der Gesamtlänge der Antenne (Draht + Speiseleitung*v), gilt es immer, für die zu verwendenden Bänder 0,5 lambda oder vielfache davon zu vermeiden (Spannungskopplung). DX-Wire hat hier eine kleines Excelsheet zur Berechnung bereitgestellt.

Speiseleitung:
Als Speiseleitung kommt ein 11m Stück Wiremann CQ553 zum Einsatz. Die Leitung hängt dort jetzt seit 5Jahren und zeigt, trotz ständigem "im Wind baumeln" noch keine Risse in der Ummantelung. Vor der Anpassung ist die Leitung durch zwei kleine Löcher in das Gartenhaus geführt.

Anpassung:
Auf eine Funkenstrecke mit zwei Zündkerzen (Ableiten von Statik und Überspannungen gegen Erde) folgt ein 1:1 Balun für undefinierte Impedanzen (nach DG0SA). Der besteht bei mir aus 26 Windungen Teflon-isolierte Zweidrahtleitung auf einem RK1-Kern vom DARC (Würth Kern).
Aus unterschiedlichen Quellen ist zu vernehmen, dass die Variante mit Balun und unsymetrischem Tuner nicht gut funktionieren soll, zumindest sehr unbeliebt ist. Meine Erfahrung mit dieser Kombination sagt jedoch ganz klar: es funktioniert sehr gut!! Vermutlich ist der Wirkungsgrad mit einem symetrischen Tuner etwas höher, ich wage aber zu bezweifeln, dass irgendjemand auf dem S-Meter einen Unterschied sehen wird (außer vielleicht auf 160m).
Zu dem Thema "Hühnerleiter an Antennentuner" hat DG0SA eine schöne Abhandlung verfasst.

Tuner:
Es kommt ein unsymetrischer Tuner, Typ Stockcorner JC-4s zum Einsatz. Dank der max. Induktivität von 80µH kann diese Antennenlänge auch auf 160m angepasst werden (bei entsprechend niedrigem Wirkungsgrad). Der Tuner hält, was er verspricht! Bis auf das etwas einfach gehaltene Gehäuse ist die Qualität wirklich gut und der Support ist vorbildlich (tnx Casper!). Zwar hätten sicherlich die Kondensatoren etwas robuster sein können, aber das lässt sich durchaus mit überschaubarem Aufwand verbessern. Einen sehr robusten Ansatz dazu gibt es bei Antons Funkperlen.
Bis vor einigen Monaten war hier ein CG3000 im Einsatz, den ich nach kleiner Modifizierung über das Koaxkabel mit Spannung versorgt habe. Dieser Tuner konnte zwar 160m nicht anpassen, hat dafür aber sporadisch 6m anpassen können und war von der Handhabung sehr einfach. Rein subjektiv scheint mir der Stockcorner im Vorteil, aber das lässt sich nicht mit Fakten belegen.

Zuleitungen:
Die 4-adrige Steuerleitung ist 35m lang. Hier reicht als Querschnitt 0,75qmm. Sowohl das Koax als auch die Steuerleitung sind in Form einer Mantelwellensperre über je einen Kern gewickelt. Das Koax ist mit 12 Windungen auf einem FT240-61 gewickelt (nach W1JR), die Steuerleitung hat 4Windungen auf einem FT140-43 Kern.
Noch besser ist es, die Leitungen zu vergraben. Ich habe mir hier wenig Mühe gemacht und die Leitungen lediglich 10cm unter den Rasen gelegt.

Hier die Bilder zur Veranschaulichung.